| |
Ionenbindung 2
2 Wie aus einem Atom ein Edelgas werden kann
Edelgase |
|
Nach der Oktettregel wollen alle Atome
eine voll besetzte Außenschale haben. Dies ist
der Grund dafür, daß sie chemische Reaktionen
eingehen. Die Edelgase wie Helium, Neon oder Argon
haben bereits voll besetzte Außenschalen. Dies ist der Grund dafür,
daß Edelgase keine chemischen Reaktionen eingehen.
|
|
|
|
Chloratome |
|
Betrachten wir nun ein Chloratom.
Nach dem Kugelwolkenmodell besteht die Außenschale des Chloratoms
aus vier Kugelwolken, von denen drei mit je zwei Elektronen besetzt sind.
Eine Kugelwolke ist mit nur einem Elektron besetzt.
Was muß das Chloratom tun, um die gleiche stabile
Elektronenkonfiguration zu haben wie das Edelgas Argon?
Ganz einfach: Chlor muß ein Elektron aufnehmen
und zum Chloridion werden. Das Chloridion hätte dann die Argon-Konfiguration,
also die gleiche Elektronenzahl und -anordnung wie das Argonatom. Im Innern,
also im Atomkern, wäre das Chloridion allerdings immer noch Chlor.
Es hätte 17 Protonen und 18 bis 19 Neutronen.
Bleibt ein Problem : woher bekommt das Chloratom
das fehlende Elektron?
|
|
Ein Chloratom (oben) und ein Chloridion
(unten) nach dem Kugelwolkenmodell
|
|
Natriumatome |
|
Beim Natriumatom sieht die
Sache etwas schwieriger aus. Es hat drei leere Kugelwolken und eine einfach
besetzte.
Das Natriumatom müßte sage und schreibe sieben
Elektronen aufnehmen, um in den Edelgaszustand mit vollbesetzter Außenschale
zu kommen.
Moment mal - geht das nicht einfacher?
Mal angenommen, das Natriumatom würde sein einziges
Außenelektron abgeben. Dann würde die bisherige Außenschale
gar nicht mehr existieren, und die mit 8 Elektronen voll besetzte L-Schale
würde zur neuen Außenschale werden. Und schon hätte das
Natrium eine Edelgaskonfiguration.
Bleibt ein Problem : an wen oder was soll das
Natriumatom das Außenelektron abgeben?
Zunächst aber noch eine Bemerkung zur graphischen
Darstellung des Natriumions. Betrachten wir dazu die beiden folgenden
Abbildungen:
|
|
Ein Natriumatom (oben) und ein Natriumion (unten)
nach dem Kugelwolkenmodell
|
|
| |
|
| 
Links sieht man die leere äußere
Schale mit vier leeren Kugelwolken. Die nächstinnere Schale
mit den vier voll besetzten Kugelwolken schimmert aber schon durch.
Rechts sieht man das Ion, wie
man es eigentlich nach dem Kugelwolkenmodell zeichnen müsste.
|
|
|
| |
|
Fassen wir den bisherigen Stand der Dinge einmal zusammen:
Chloratome benötigen ein Elektron, um in den Edelgaszustand
zu gelangen. Das Problem ist aber, woher nehmen, wenn nicht stehlen?
Natriumatome andererseits haben ein Elektron zu viel.
Hier besteht das Problem darin, das überflüssige Elektron irgendwie
loszuwerden.
Na, sieht denn noch keiner die Lösung beider
Probleme ? |
|
|
|
| |
|
Vorheriges Kapitel:
Warum
sich Atome überhaupt verbinden
Nächstes Kapitel:
Von
der NaCl-Bildung profitieren sowohl Na- wie auch Cl-Atome |
|
|
|
|
| |
|
|